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Berufsbilder / Redaktionelle Beiträge

Leichte Handhabung, einfache Orientierung, informativer Inhalt:
Die drei Grundprinzipen für die schriftliche Bewerbung.

Ein Beitrag von Vogel & Detambel coaching for executives

 

Wie Bewerbungsunterlagen aussehen sollten, darüber geben ein paar Hundert Bücher Auskunft. Die meisten lässt man am besten beim Buchhändler im Regal stehen. Da werden abgestandene, praxisferne und naive Tipps wild durchgemischt und in jeweils neuer Verpackung auf den Markt geworfen. Wer wissen möchte, was wirklich wichtig ist, fragt am besten den Adressaten der Unterlagen, worauf er besonderen Wert legt. Der weiß besser als jedes Buch, wie er es haben möchte: Kurz und knapp oder lieber ausführlich, retrograd oder chronologisch, mit Zeugnissen oder ohne Zeugnisse, mit allen Zeugnissen oder nur mit dem letzten usw.

Prinzip sollte daher sein: Keine Bewerbung ohne vorheriges Telefonat. Außerdem: Ist beim Telefonat der Funke erst einmal übergesprungen, dann wird die Form der Bewerbung ohnehin ziemlich belanglos.

Grundsätzlich gelten für alle Bewerbungen drei Regeln:

1. Leichte Handhabung:


  • Stabile, hochwertige, farblich neutrale Bewerbungsmappen und dazu passende stabile Couverts verwenden, die den Postweg ohne Blessuren überstehen, sonst sieht die Bewerbung schon lädiert aus, bevor sie den eigentlichen Empfänger erreicht.

  • Dreiteilige Bewerbungsmappen sehen gut aus, sind in der Handhabung aber sehr unpraktisch.

  • Der linken Rand des Lebenslaufes muss unbedingt breit genug sein, damit die Zeilenanfänge nicht von der Heftleiste verdeckt werden.

  • Bewerbungsfoto festkleben, keine Büroklammern verwenden! Die lösen sich auf dem Postweg oder verhaken sich beim Blättern in den Unterlagen und hinterlassen auf dem Foto hässliche (Rost-)Spuren.

  • Bitte keine Klarsichthüllen verwenden. Hochwertiges Papier ist die bessere Alternative.




2. Einfache Orientierung:


  • Die Textmenge für die Darstellung des Lebenslaufes hängt von Alter und Anzahl der Berufs- und Ausbildungsstationen ab. Die Forderung, dass alle - Berufsanfänger ebenso wie "alte Hasen" - ihren Werdegang auf einem einzigen Blatt Papier unterbringen sollen, ist daher blanker Unsinn.

  • Großzügig mit Papier umgehen! Der Text wird ja nicht kürzer, wenn man ihn auf einer Seite zusammenquetscht. Die Lesbarkeit des Textes ist das Entscheidende, nicht die Seitenzahl.

  • Wichtige Berufs- oder Ausbildungsstationen sollten nicht ins untere Drittel des Blattes geraten; durch ein gutes Lay-out und geschickt gewählte Seitenwechsel kann man dafür sorgen, dass die entscheidenden Informationen immer dort stehen, wo sie auch in jeder Zeitung stehen: nämlich oben!

  • Berufliche Stationen sollten knapp, aber doch so ausführlich beschrieben werden, dass der Leser ein umfassendes und abgerundetes Bild bekommt, ohne ständig in den Zeugnissen nachblättern zu müssen. Niemand blättert gern hin und her und niemand möchte bei einer ersten Schnelldurchsicht die Zeugnisse lesen.

  • Die berufliche Entwicklung stellt man in Deutschland nach wie vor chronologisch dar, also mit der ersten Station beginnend. Die Reihenfolge der Zeugnisse soll hingegen genau umgekehrt sein, nämlich retrograd, also mit dem letzten Zeugnis oben und allen früheren in absteigender Folge dahinter. Das ist ziemlich unlogisch, aber es entspricht den Lesegewohnheiten der Personalfachleute; deshalb macht es noch immer Sinn, bei dieser Reihenfolge zu bleiben.




Informativer Inhalt:


  • Bilder sind informativer als Text. Das gilt auch für das Bewerbungsfoto. Der erste Blick des Lesers gilt dem Foto - und der erste Eindruck, den er davon bekommt, ist möglicherweise der nachhaltigste. Daher sollte das Bewerbungsfoto das beste sein, das je gemacht wurde. Natürlich muss es ein aktuelles Foto sein.

  • Es gibt keinen Lebenslauf, der für alle Zwecke gleich gut geeignet wäre. Wichtig ist es, dem Adressaten ein "individuelles Angebot" zu machen, indem man den Lebenslauf auf seinen Informationsbedarf hin zuschneidet. Lebenslauf und Anschreiben müssen unbedingt auf die Stellenanzeige abgestimmt sein.

  • Berufs- und Ausbildungsstationen, die länger zurückliegen, beschreibt man im Allgemeinen kürzer und knapper als die Stationen der jüngsten Vergangenheit. Die Schulnoten der Jahrgangsstufe 11 interessieren bei einem 45 jährigen vermutlich niemanden mehr.

  • Wenn allerdings bestimmte, durchaus länger zurückliegende Berufs- und Ausbildungsstationen für den Adressaten besonders wichtig sein könnten (nach vorherigem Telefonat weiß man, welche das sind), dann sollte man diese unbedingt gebührend hervorheben. Dafür können dann jene Passagen des Lebenslaufes gekürzt werden, die von untergeordneter Bedeutung bei der Bewerbung für die entsprechende Stelle sind.

  • Man sollte nicht davon ausgehen, dass der Empfänger der Bewerbung mit allen Firmen und Organisationen, in denen man bisher gearbeitet hat, eine konkrete Vorstellung verbindet. Ein paar Stichworte zu deren Hauptprodukten oder Tätigkeitsfeldern sind auch hier durchaus hilfreiche Informationen.

  • Dasselbe gilt für Positionen. Funktionsbezeichnungen werden nicht einheitlich verwendet; das kann zu Verwechslungen und Missverständnissen führen. Daher Positionen durch Charakterisierung der Aufgaben, Tätigkeitsschwerpunkte, Verantwortungsrahmen und Ergebnisse kurz erläutern.




Wie viele Minuten verwendet ein Personalprofi auf die erste Durchsicht einer
Bewerbungsmappe? Geschätzt wird meistens irgendetwas zwischen 5 und 10
Minuten. In der Praxis sind es selten mehr als 60 Sekunden. Dann ist die
Entscheidung gefallen, in welches Körbchen die Bewerbung kommt. 80%
der Unterlagen landen sofort auf dem Ausgangs-Stapel, maximal 20 % werden
einer näheren Begutachtung unterzogen. Und nur die werden dann wirklich
gründlich gelesen.

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Über die Autoren:
Vogel & Detambel
coaching for executives
Lortzingstr. 7
65187 Wiesbaden
Kompetenz aus 25 Jahren Tätigkeit in den Bereichen Personalberatung und Executive Search (u.a. für Neumann International, Berndtson-Gruppe, Eurosearch-Gruppe, Knight-Wendling), Outplacementberatung seit 1994.
Besuchen Sie uns im Internet: http://www.vogel-detambel.de
eMail: info@vogel-detambel.de

 
     

 

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