Startseite

Berufsbilder

Jobbörsen / Linktipps

Impressum


Anzeige

     
 

Berufsbilder / Redaktionelle Beiträge

Schlechtes Zeugnis für deutsche Fach- und Führungskräfte
Die Lebensläufe sind qualitativ häufig zu schlecht

Ein Beitrag von Experteer

 

Aus der Vita einer erfolgreichen Fach- und Führungskraft spricht im Normalfall die geballte Erfahrung. Der Top-Manager von heute steht schließlich für Integrität, Professionalität und Internationalität.

Und doch ist es erstaunlich, dass gerade diese High-Performer beim Schreiben eines Lebenslaufs – ihrer Visitenkarte – an Grenzen stoßen. Im Zuge einer Erhebung des Karrieredienstes Experteer (http://www.experteer.de) fällt jede zweite Spitzenkraft bei Personalverantwortlichen durch – sie erfüllen mit ihren Bewerbungsunterlagen schlicht nicht die Anforderungen an die gängigen Standards. Bewerbungsexperten bemängeln hier besonders unsachliche Formulierungen, verspielte Formatierungen und uneinheitliche Schrifttypen. Abgesehen davon sind Lebensläufe deutscher Fach- und Führungskräfte oftmals schlicht zu lang.

Aus Sicht der Führungskraft logisch: Schließlich muss die geballte Kompetenz in voller Länge ausgerollt werden.

Personalexperten fordern aber genau das Gegenteil. Für die Quintessenz einer professionellen Laufbahn sollten zwei Seiten im Lebenslauf vollkommen ausreichend sein. Viele Führungskräfte bringen es aber locker auf mehr als das Doppelte.

Für den Personalberater Dr. Rolf Dahlems von Signium International sind „das schnelle und präzise Verständnis vom Werdegang und der Persönlichkeit“ das Hauptinteresse des Lesers eines Lebenslaufes.

Seine wichtigsten Tipps:


  • Unternehmen:

    Beschreiben Sie jedes Unternehmen; in dem Sie tätig waren kurz und knackig:
    Branche (Produkte / Kunden / Vertriebswege) Umsatz; Mitarbeiterzahl; Interna-tionalität; privat oder Börse.

  • Verantwortung:

    Stellen Sie Ihre jeweilige Verantwortung dar:
    An welche Position wurde berichtet; wie viele Mitarbeiter; Budgetverantwortung (Budgetgröße)

  • Erfolge:

    Was haben Sie in jeder Position erreicht:
    Organisatorische Veränderungen; eventuell messbare Ergebnisse (höhere Deckungsbeiträge; kürzere Durchlaufzeiten; geringere Qualitätskosten; geringere Fluktuation; Personalreduzierungen; Gewinnung von neuen Mitarbeitern; höhere Innovation etc.)

  • Wechselmotivation:

    Welche nachvollziehbaren Motive führen jeweils zu den Positions- bzw. Firmen-wechseln:
    Hierarchischer Aufstieg; dynamischeres Unternehmen; bessere mittelfristige Entwicklungsmöglichkeiten; größere Internationalität; kurze Berufsstationen besonders sorgfältig erklären

  • Persönlichkeit:

    Private besondere; außergewöhnliche Aktivitäten und Erfolge:
    Chorleiter; Marathonläufer; Ex-Leistungssportler; soziale Projekte etc.



Außerdem gehöre in das Anschreibe eine „Auf-den-Punkt“-Argumentation, warum man „gerade Sie für diese Position“ einstellen sollte.

Die gleichen Tipps gelten laut Experteer-Geschäftsführer Dr. Christian Göttsch natürlich auch für Online-Bewerbungen. Außerdem müsse „zusätzlich darauf geachtet werden, den Personalverantwortlichen nicht mit zusammenhanglosen Dokumenten zu überfluten. Packen Sie alle Dokumente, die für die Bewerbung relevant sind in eine PDF-Datei.“ So sei Übersichtlichkeit gewährleistet. Außerdem solle sich der Bewerber vergewissern, dass „die versendete Datei nicht zu groß ist.“
Die Faustregel: 5 MB sollten nicht überschritten werden.




[zurück zur vorhergehenden Übersicht]   

Mehr relevante Tipps rund um das Thema Karriere finden Sie im Blog von Experteer auf http://www.experteer-blog.de .

 
     

 

jobindex.de - Infos zu Ausbildung und Karriere
jobindex.de © 1999-2017
Langenfelder Straße 40
D-22769 Hamburg
Telefon (040) 431 84 31, Telefax (040) 431 84 320