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Berufsbilder / Redaktionelle Beiträge

Berufe bei der Bundeswehr

Ein Beitrag von der Redaktion

 

Möglichkeiten für Soldaten

Berufsfelder

Die Streitkräfte sind in 4 große Bereiche aufgeteilt. Das Heer (http://heer.bundeswehr.de ), die Luftwaffe (http://www.luftwaffe.de ), die Marine (http://www.deutschemarine.de ) und der Sanitätsdienst (http://sanitaetsdienst.bundeswehr.de ).

Die weitaus größten Möglichkeiten an verschiedenen Tätigkeiten bieten sich im Heer. Vom Kraftfahrer, Mechaniker, Funker über den Elektriker, Maurer und Fallschirmsattler bis hin zum Musiker gibt es ein breites Beschäftigungsfeld. Aufgelistet findet man alle Berufe im Heer auf den Internetseiten der Bundeswehr (http://www.bundeswehr.de ).

Aber auch bei der Luftwaffe, bei der Marine und im Sanitätsdienst bieten sich viele interessante Möglichkeiten. Nähere Informationen hierzu finden sich ebenfalls im Netz, einen guten Überblick über die derzeitigen Angebote und aktuelle Informationen finden sich unter: http://beruf.bundeswehr.de.


Voraussetzungen

Die Grundvoraussetzung für den Dienst als Soldat bei der Bundeswehr ist die Deutsche Staatsangehörigkeit.
Auch muß man sich für eine bestimmte Zeit verpflichten und die geforderten Bedingungen, z.B. auch durch Tests und Prüfungen erfüllen.
Die jeweils geforderten Schul- und/oder Berufsabschlüsse hängen von der gewünschten Laufbahn ab.

Für die Unteroffizierlaufbahn ist mindestens der Hauptschulabschluss (bzw. einen gleichwertig anerkannten Bildungsstand) und eine bestandene Abschlussprüfung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf erforderlich. Bei entsprechendem Berufsabschluss werden für technische und entsprechende Spezialverwendungen Bewerber auch mit höherem Dienstgrad eingestellt. Je besser die berufliche Qualifikation, desto höher kann der Einstiegsdienstgrad sein.
Die Eignungsfeststellung für Mannschaftslaufbahnbewerber und Unteroffizierlaufbahnbewerber dauert eineinhalb Tage.

Offizierlaufbahn mit Studium: Wer bei der Bundeswehr studieren möchte muß sich für 12 Jahre bei der Bundeswehr verpflichten. Neben allgemeiner oder fachgebundenen Hochschulreife, oder einer in Bayern anerkannte Fachhochschulreife (oder einen gleichwertig anerkannten Bildungsstand) sollte man charakterlich, geistig und körperlich für eine Laufbahn der Offiziere geeignet sein.
In der Offizierbewerberprüfzentrale in Köln wird eine zweieinhalbtägige Eignungsfeststellung durchgeführt.



Studium / Ausbildung

Ausbildung

Unteroffiziere können einen Abschluss auf Gesellen-, Gehilfen- oder auch Facharbeiterebene erhalten. Feldwebel können den Meistertitel erwerben, welcher im zivilen Leben eine Menge Türen öffnen kann. Beim Aufstieg zum Offizier des militärischen Fachdienstes kann sogar ein Abschluss auf Fachschulebene erlangt werden, wie zum Beispiel als staatlich geprüfter Techniker, Betriebswirt und so weiter.

Studium

Das Studium ist bei der Bundeswehr ist an den Bundeswehr-Unis in München und in Hamburg bzw. an der Fachhochschule in München möglich.

Technisch orientierte Studiengänge
Vermessungswesen (M)
Maschinenbau (M + HH)
Luft- und Raumfahrttechnik (M)
Elektrotechnik (M + HH)
Informatik (M)
Wirtschaftsinformatik (M)
Wirtschaftsingenieurwesen (HH)
Bauingenieurwesen und Umwelttechnik (M)

Wirtschaftlich orientierte Studiengänge
Volkswirtschaftslehre (HH)
Betriebswirtschaftslehre (HH)
Betriebswirtschaft (M)
Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (M)
Staats- und Sozialwissenschaften (M)

Sonstige Studiengänge
Pädagogik (M + HH)
Sportwissenschaft (M)
Geschichte (HH)
Politikwissenschaft (HH)

Studiert wird an der Bundeswehr in Trimestern, die Semesterferien finden in den Monaten Juni, Juli und August statt.
Die Studenten werden auch auf ihre Funktion als Vorgesetzter von Menschen vorbereitet. Daher ist das Studium bei der Bundeswehr um die sogenannten erziehungs- und gesellschaftswissenschaftliche Anteile ergänzt. Dazu gehören: Pädagogik, Politik, Geschichte, Philosophie, Psychologie, Soziologie und andere Fachbereiche. Der Student hat die Möglichkeit, sich hier ein Themengebiet seiner Wahl auszusuchen.
In seiner Studienzeit muss der Offizier seine Sprachkenntnisse verbessern. Auch wird er in regelmäßigen Abständen an einer militärischen Weiterbildung teilnehmen. Die Verpflichtung, neben dem Studium natürlich auch Sport zu treiben, ist eine willkommene Abwechslung für die studierenden Offiziere und Offizieranwärter.
Nähere Informationen finden sich unter: http://www.bundeswehr-karriere.de .

Nach der Ausbildung an der Universität starten die Offiziere wie auch im zivilen Leben in den Beruf. Und der ist bei der Bundeswehr sehr vielfältig, je nachdem für welchen Bereich man sich entschieden hat. Eine Übersicht über die Berufe der Offiziere finden sich unter: http://www.bundeswehr-karriere.de .


Unterstützung des KSK

Das Kommando Spezialkräfte (KSK), ein Teil des Heeres, verfügt über einen umfangreichen Unterstützungsbereich. Hier kann der ungediente Zivilist den direkten Einstieg zum KSK finden. Der Unterstützungsbereich besteht u.a. aus Instandsetzungs-, Küchen-, Transport-, Fernmelde-, Fallschirmpacker-, Versorgungs- und Nachschubteilen. Die Soldaten des Unterstützungsbereichs sind in ihrer unterstützenden Aufgabe als Spezialist ausgebildet. Dort findet man nahezu alle Berufe, die das Heer insgesamt anzubieten hat. Auch die Soldaten des Unterstützungsbereiches beherrschen den Fallschirmsprung. Denn wenn die Kommandosoldaten im Fallschirmsprung eingesetzt werden, können die Soldaten des Unterstützungsbereiches nur helfen, wenn sie "hinterher springen".





Möglichkeiten für Zivilisten

Wehrverwaltung

Ungediente Zivilisten haben vor allem die Möglichkeit im zweiten Zweig der Bundeswehr - der Wehrverwaltung - eine interessante Anstellung zu finden.

Ein wichtiger Teil der Wehrverwaltung ist das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) in Koblenz mit seinen über die gesamte Bundesrepublik verteilten Dienststellen.
Das BWB ist als zivile Dienststelle zuständig für die Entwicklung, Erprobung, Beschaffung und Güteprüfung des gesamten Wehrmaterials der drei Teilstreitkräfte der Bundeswehr sowie für dessen entwicklungstechnische Betreuung während der Nutzung. Es ist unmittelbar dem Bundesministerium der Verteidigung unterstellt. Die vorgenannten Aufgaben werden im BWB und seinem Geschäftsbereich von z.Z. ca. 14.300 Beamten, Angestellten und Arbeitern wahrgenommen.
Das Amt ist damit die größte technische Oberbehörde der Bundesrepublik.


Ausbildung zum Facharbeiter

In mehreren seiner Dienststellen bildet das BWB Facharbeiter und Facharbeiterinnen aus.
Die Ausbildung selbst findet überwiegend in eigens eingerichteten Ausbildungswerkstätten unter Anleitung von hauptamtlichem Ausbildungspersonal statt. Vereinzelt wird sie auch innerbetrieblich durchgeführt.

Die Ausbildungsberufe sind vielfältig und erstrecken sich vom allgemeinen Fachhandwerker, wie z. B. Tischler, bis hin zu speziellen Facharbeitern, wie z.B. Fluggerätemechanikern.

Angeboten wird unter anderem: Industrieelektroniker-Gerätetechnik, Technischer Zeichner, Kommunikationselektroniker-Funk- und Informationstechnik, Industriemechaniker-Maschinen-, System-, Geräte-, Feinwerk-, und Betriebstechnik, Schiffsmechaniker, Kraftfahrzeugmechaniker, Mechatroniker, Fotolaborant, Chemielaborant, Fluggerätemechaniker-Instandhaltung.



Beamtenlaufbahn

Beamte im technischen Dienst

Mit einem Abschluß als Facharbeiter, Meister, Techniker, Dipl.-Ing. (FH/TH/Univ.) oder Naturwissenschaftler hat man die Möglichkeit, eine Laufbahn als Beamtin/Beamter im technischen Dienst der Bundeswehrverwaltung einzuschlagen.

Zu den Aufgaben gehört, den Streitkräften die richtige Ausrüstung - von der Bekleidung bis zum komplexen Waffensystem - zur Verfügung zu stellen.
Auch gehört hierzu die Konzipierung, Entwicklung, Beschaffung und Instandhaltung von Wehrmaterial.

Nach bestandener Laufbahnausbildung (Trainee-Programm) kann man auf Dienststellen in der gesamten Bundesrepublik Deutschland tätig werden, auch Auslandsverwendungen sind möglich.


Beamte im nichttechnischer Dienst

Für den nichttechnischen Dienst braucht man entweder den Abschluß der Realschule, Hauptschule + förderliche Berufsausbildung, Allgemeine Hoch-/Fachhochschulreife oder ein Hochschulstudium (Rechtswissenschaften, BWL, VWL).
Hier steht ein weites Betätigungsfeld offen, je nach Leistung und Fähigkeiten.

Sowohl in der Beschaffung (unmittelbare Deckung des Sachbedarfs der Streitkräfte), im Bereich des Haushaltswesens oder im Personalwesen, um nur einiges zu nennen, finden sich interessante und verantwortungsvolle Aufgaben.

Auf Antrag kann man auch im Ausland (USA und Frankreich) je nach Bewährung und dienstlicher Notwendigkeit eingesetzt werden.




Frauen bei der Bundeswehr

Frauen und Bundeswehr? Ja!

Der Bundestag hat unlängst mit einer Änderung des Soldatengesetzes den Weg für Frauen in alle Laufbahnen der Bundeswehr geöffnet. Der Bundesrat hat am 1. Dezember 2000 mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit das Grundgesetz dahin gehend geändert, dass Frauen in der Bundeswehr der freiwillige Dienst an der Waffe erlaubt wird. Alle 16 Bundesländer stimmten für die Vorlage. Der Bundestag hatte bereits im Oktober 2000 der Gesetzesänderung zugestimmt.

Frauen können nunmehr ohne Einschränkungen in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten oder eines Soldaten auf Zeit berufen werden, wenn sie sich hierzu freiwillig verpflichten.
Ob Panzergrenadier, Fallschirmjäger oder U-Boot-Kommandant - in Zukunft wird "die Bundeswehr in ihrer ganzen Vielfalt weiblichen Soldaten offen stehen", ließ Verteidigungsminister Scharping verlauten. Ab 1. Januar 2001 wurden die ersten Frauen auch für Verwendungen außerhalb des Sanitäts- und Militärmusikdienstes eingestellt. Zum 1. Juli 2001 wurden dann entsprechend die ersten Offizieranwärterinnen in den Streitkräften eingestellt. Vor der Öffnung aller Laufbahnen für Frauen dienten ca. 4.400 Soldatinnen, wovon die meisten im Sanitätsdienst und 61 im Militärmusikdienst tätig waren. Sie konnten in die Laufbahn der Mannschaften und Unteroffiziere des Sanitätsdienstes der Bundeswehr eingestellt werden und einen Antrag auf Übernahme in eine Sportfördergruppe der Bundeswehr stellen.

Grundsätzlich müssen Soldatinnen die gleichen Belastungen tragen wie die männlichen Kameraden. "Vergünstigungen für Frauen wären dem gemeinsamen Leben und Arbeiten nur abträglich", heißt es in einem Informationsblatt der Bundeswehr.



Offizierslaufbahn

Bislang konnten junge Frauen als Offizieranwärter nur für den Sanitäts- und den Militärmusikdienst eingestellt werden. Das damit verbundene Studium wird weiterhin an zivilen Universitäten absolviert.

Die ersten weiblichen Offizieranwärter wurden außerhalb des Sanitäts- und des Militärmusikdienstes zum 1. Juli 2001 eingestellt. Deren Studium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr beginnt dann nach 15 bzw. 39 Monaten Dienstzeit, abhängig von der gewählten Teilstreitkraft Heer, Luftwaffe oder Marine.



Zivilistinnen

Derzeit werden in der Bundeswehr rund 141.000 zivile Mitarbeiter beschäftigt, davon 49.700 Frauen, das entspricht nahezu 35 Prozent. Mehr als die Hälfte dieser Frauen arbeitet in der Bundeswehrverwaltung, die übrigen sind in zivilen Funktionen bei den Streitkräften beschäftigt.

Wie für die zivile Verwaltung des Bundes in Deutschland insgesamt, so gelten auch für die Bundeswehrverwaltung die rechtlichen Bestimmungen zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
Das heißt: Frauen haben - bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung - die gleichen Chancen wie Männer (Artikel 33 Grundgesetz).

Frauen erfüllen in der Bundeswehrverwaltung vielerlei Aufgaben. Die Spanne der Tätigkeiten beginnt beim einfachen Amtsgehilfen- und dem Lagerverwaltungsdienst und reicht - um nur einige Beispiele zu nennen - von der Datenverarbeitung über Krankenpflege, Truppenverwaltungsaufgaben, Beschaffungswesen, Finanz- und Haushaltswesen, Tätigkeiten im Personalbereich, Funktionen im Sozialdienst, Aufgaben im ärztlichen Dienst, im Sprachen- und Bibliotheksdienst bis zum technischen Dienst oder in der wissenschaftlichen Forschung.

Einstellungsvoraussetzungen und Ausbildungsdauer richten sich nach der Art und Laufbahn des angestrebten Dienst- oder Arbeitsverhältnisses bzw. nach den Anforderungen des entsprechenden Tätigkeitsfeldes.

Zur Zeit bildet die Bundeswehr junge Frauen in fast 50 verschiedenen Berufen aus. Die Ausbildung erfolgt hauptsächlich in nichttechnischen, in zunehmendem Maß aber auch in technischen Laufbahnen.

Von den mehr als 5.000 jungen Leuten, die jährlich eine Ausbildung bei der Bundeswehr absolvieren, sind rund 35 Prozent weiblich.

Ausgebildet wird in zahlreichen Dienststellen der Wehrverwaltung und der Streitkräfte. Das Krankenpflegepersonal erhält seine Ausbildung an staatlich anerkannten Bundeswehr-Krankenpflegeschulen.



Weitere Informationen und Adressen

Viele weitere Informationen, Broschüren und Bewerbungsunterlagen gibt es bei den regional zuständigen Wehrdienstberatern. Die Berater sind auch bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen behilflich. Zudem sind Truppenbesuche beim Heer, bei der Luftwaffe oder der Marine sowie im Sanitätsbereich der Bundeswehr möglich. Die Organisation übernehmen die Wehrdienstberater.

Viele weitere Informationen und Adressen finden Sie im Internet auf den Seiten der Bundeswehr (http://www.bundeswehr.de ) und ihres Teams Nachwuchswerbung (http://treff.bundeswehr.de ).


Hier zunächst ein paar ausgewählte Adressen:

Studienberater bei der Offizierbewerberprüfzentrale
Tel.: 02203/105 - 24 56, 2451, 2452, 2516

Universität der Bundeswehr München / Pressestelle
Werner-Heisenberg-Weg 39
85577 Neubiberg
Tel.: 089/6004 - 2004 oder 3224
E-mail: norbert.hoerpel@unibw-muenchen.de
Internet: http://www.unibw-muenchen.de

Universität der Bundeswehr Hamburg / Pressestelle
Holstenhofweg 85
22039 Hamburg
Tel.: 040/6541 - 2267oder 2774
E-mail: pressestelle@unibw-hamburg.de
Internet: http://www.unibw-hamburg.de

Quellen:
Team Nachwuchswerbung der Bundeswehr, Bundeswehr, Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Focus Online.

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