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Berufsbilder / Redaktionelle Beiträge

Berufsbild: Automobilkaufmann/-frau

Ein Beitrag von der Redaktion

 

Was tun Automobilkaufleute?

Der Beruf der Automobilkaufleute ist erst 1998 ein anerkannter Ausbildungsberuf geworden. Zuvor waren Büro-, Einzelhandels- sowie Groß- und Außenhandelskaufleute dort tätig, wo heute auf jahrzehntelanges Drängen der Automobilindustrie Fachleute den besonderen Anforderungen der Branche gerecht werden sollen. Die Veränderung der Produktpalette in den letzten Jahren und insbesondere der starke Ausbau der angebotenen Serviceleistungen führte schließlich zum Durchbruch: In Autohäusern, Automobilherstellern und automobilimportierenden Unternehmen findet sich das Aufgabengebiet für die speziell für diesen Bereich ausgebildeten Automobilkaufleute. Mit einem Grundwissen über automobile Technik und branchenspezifische Versicherungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Leasingverträge können sie den Kunden, der natürlich König ist, souverän beraten.

Zu den Aufgaben der Automobilkaufleute, die in den Bereichen Disposition, Beschaffung, Vertrieb, Verkauf (von neuen oder gebrauchten Kraftfahrzeugen) und/oder Kundendienst tätig sein können, gehören insbesondere:



  • Planung und Durchführung von Marketingmaßnahmen

  • Beobachtung, Beurteilung der Absatzchancen und des Kundenverhaltens

  • Einholen von Angeboten, Vergleichen der Konditionen, Einkauf

  • Kontrolle des Wareneinganges, Prüfen der Rechnungen und Lieferpapiere

  • Anwenden von Lagerwirtschaftskonzepten in Bezug auf Fahrzeuge, Teile und Zubehör

  • Kalkulieren von Verkaufs- und Werkstattpreisen

  • Mitwirken beim Verkauf von Fahrzeugen

  • Planen und Führen von Einkaufs-, Beratungs- und Verkaufsgesprächen

  • Bearbeiten von Verkaufs- und Werkstattaufträgen sowie Rechnungserstellung

  • Vorbereitung und Vermittlung von Finanzierungs-, Leasing-, Flottenmanagement-, Versicherungs- und Garantieverträgen

  • Abwickeln von Garantie- und Kulanzaufträgen, Reklamationen

  • Be- und Abrechnen von Löhnen, Prämien und Provisionen



Die gesamte Tätigkeit steht dabei unter dem Stern der Wirtschaftlichkeit und Kundenfreundlichkeit.

Neben den Haupttätigkeitsfeldern im Autohandel kommen Automobilkaufleute auch z.B. bei Autovermietungen, im Autobedarfs- und -zubehörhandel, bei Autoleasinggesellschaften, in Reparaturwerkstätten, bei Autotransportunternehmen,
bei Kurierdiensten, im Motorradhandel, im Bereich Nutzfahrzeuge, bei Reisediensten, etc. zum Einsatz.



Wie werde ich Automobilkaufmann/-frau

Ausbildung

Die duale Ausbildung in Berufsschule und Ausbildungsbetrieb dauert drei Jahre und kann unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden.

Neben dem kaufmännischen Grundwissen (z.B. Buchführung, Kostenrechnung, Kalkulation, Statistik, Vertriebsbeziehungen, Marketing, Vertrieb) lernt man unter anderem alles erforderliche über


  • den Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen,

  • die Automobilwirtschaft,

  • das Produkt "Automobil",

  • die Mitwirkung an Diagnose-, Wartungs- und Reparaturarbeiten,

  • den Verkauf,

  • die Beschaffung,

  • die Planung und Überwachung von Werkstattaufträgen,

  • die rechtlichen Aspekte, insbesondere über die Allgemeine Betriebserlaubnis,

  • den Kundenservice,

  • die Vorschriften und Richtlinien für das Fahrzeugrecycling,

  • Finanzierung und Leasing und die entsprechenden Verträge,

  • das Versicherungswesen im Automobilbereich,

  • die Kalkulation und Abrechnung von Leistungen,

  • Verkaufsförderungsmaßnahmen und Erfolgskontrolle.




"Benzin im Blut" braucht der/die angehende Automobilkaufmann/-frau nicht unbedingt zu haben. Man sollte sich aber schon für Autos interessieren - schließlich sind sie das Produkt, um das man "kreist". Auch eine wirtschaftliche Denkweise sollte man sein eigen nennen.
Wie in allen Berufen heutzutage ist selbstverständlich die Bereitschaft gefragt, mit Informationstechnik umzugehen.
Auch ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen ist erforderlich - man denke nur an die Geschäftskorrespondenz und insbesondere den persönlichen Umgang mit (vielleicht auch unzufriedenen) Kunden.
Der mindestens erforderliche Schulabschluss ist der Hauptschulabschluss, jedoch suchen die meisten Betriebe eher nach Anwärtern mit Mittlerer Reife oder auch Abitur.


Weiterbildung und Zukunftschancen

Weiterbildung

Automobilkaufleute können sich durch die Teilnahme an Lehrgängen, Kursen oder Seminaren, z.B. über Verkaufsberatung, Rechnungswesen etc. auf verschiedenen Gebieten weiterbilden.

Nach entsprechender Berufspraxis kommt auch eine Aufstiegsfortbildung in Betracht, durch die man Fachkaufmann/-frau für Einkauf und Materialwirtschaft, Handelsfachwirt/in, geprüfte/r Leasingfachwirt/in oder geprüfte/r Automobilverkäufer/in werden kann.

Zukunftschancen

Der Ausbildungsberuf ist neu - wie gesagt. Durch die zusätzliche Spezialisierung auf die Automobilbranche werden ausgebildete Automobilkaufleute fortan statt Kaufleuten anderer Bereiche eingestellt werden.

Experten erwarten außerdem eine steigende Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen in der Automobilbranche, da diese sich mit diesem extra auf sie zugeschnittenen Berufsbild nun identifizieren können.





Weitere Informationen

Weitere Informationen gibt es zum Beispiel unter:




Buchtipps:

Berufs-Chancen-Check
Automobilkaufmann/Automobilkauffrau
Preis: DM 39,80 (EUR 20,34)
BW Verlag Nürnberg, ISBN: 3821482486

Berufsbildungsserie NEU
Automobilkaufmann / Automobilkauffrau
Preis: DM 36,80 (EUR 18,81)
BW Verlag Nürnberg, ISBN: 3821471131

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