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Berufsbild: Pyrotechniker/in

Ein Beitrag von der Redaktion

 

Was tun Pyrotechniker?

Das Arbeitsfeld des/der Pyrotechnikers/in ist hoch explosiv!

"Pyro" kommt aus dem griechischen und heißt übersetzt Feuer. Ein Pyrotechniker ist auf Deutsch also nichts weiter als ein Feuerwerker. Wer das Wort Feuerwerk hört, denkt natürlich sofort an Silvester oder an die großen Feuerwerke bei Stadtfesten im Sommer. In Hamburg erhellt dieses bunte Spektakel z.B. jährlich beim Alstervergnügen oder dem Japanischen Kirschblütenfest den dunklen Nachthimmel über der Alster.

Aber damit auch im richtigen Moment alles glatt läuft, die Feuerwerkskörper in der Luft explodieren und nicht schon unkontrolliert beim Aufbau, werden Pyrotechniker gebraucht. Sie sind wahre Meister im Umgang mit diesen hochexplosiven Stoffen. So organisieren sie den Ablauf, kümmern sich bei den Behörden um die benötigten Genehmigungen und Sicherheitsvorkehrungen, bauen die Sprengkörper auf und brennen sie schließlich kontrolliert ab. Für den Betrachter unsichtbar steckt meist hinter der 15 - 30 min. Vorstellung eine ganze Woche Vorbereitungsarbeit. Bei großen Veranstaltungen werden schon mal bis zu 30 eingearbeiteter Mithelfer benötigt und bis zu 500 kg Schwarzpulver verpulvert. Die Kosten hierfür betragen schnell mal 5.000 - 10.000 DM. Klar, dass hier jeder Handgriff perfekt sitzen muss.

Aber nicht nur dort, wo Feuerwerke den Himmel erleuchten sind Pyrotechniker zu finden: Überall wo Funken sprühen hat ein Pyrotechniker seine Finger mit im Spiel. So z.B. auch beim Film, wenn Spezialeffekte erreicht werden sollen und auf der Theater- und Konzertbühne, wenn die Funken sprühen. Aufgrund der technischen Erneuerungen ist in diesem Bereich immer mehr die Rede vom Special-Effect Fachleuten.


Wie werde ich Pyrotechniker/in?

Pyrotechniker ist weder in Deutschland noch in der Schweiz oder in Österreich ein anerkannter Ausbildungsberuf. Das Interesse an einer pyrotechnischen Ausbildung ist jedoch dennoch nicht gering. So gibt es spezielle Pyrotechnische Schulen an denen der Umgang mit dem gefährlichen Sprengstoff erlernt werden kann. Hier sollte eine gute Auswahl der Schule getroffen werden: Die Erlaubnis als Pyrotechniker arbeiten zu können setzt nämlich laut Sprengstoffgesetz die Ausbildung bei einem staatlich anerkannten Lehrgang und das bestehen der abschließenden Prüfung, welche unter behördlicher Aufsicht stattfindet, voraus.

Doch außer die 5 Tage Zeit und ca. 2.000 - 3.000 DM für den Lehrgang muß man noch laut Sprengstoffgesetz seine "Mitwirkung an 26 Großfeuerwerken" nachweisen um ein staatliches Zertifikat sein eigen nennen zu können. Erst dann darf man als Pyrotechniker selbst ein Feuerwerk auf die Beine stellen. Genehmigt wird zunächst einmal jedoch nur das Abbrennen - zum Herstellen von Feuerwerkskörpern oder zum Umbauen pyrotechnischer Gegenstände bedarf es zusätzlich einer Hersteller-Lizenz, welche in Deutschland extrem schwer zu erwerben ist.

Wen das Filmbusiness mit seinen Spezialeffekten oder die Bühnenpyrotechnik mehr als Großfeuerwerke lockt, benötigt ebenfalls eine gesonderte Ausbildung. Für diesen Einstieg bieten sich zusätzlich die speziellen Ausbildungsangebote an Filmhochschulen und Akademien oder eine Ausbildung als Animationsdesigner an. Gefordert wird hier mindestens 1 Jahr bühnentechnische Erfahrung und Mitwirkung an 15 verschiedenen Effekten.

In Österreich sind die Einstiegsbedingungen ähnlich. Auch hier muß zuerst eine pyrotechnische Ausbildung in Form von Fortbildungskursen absolviert werden. Hierfür ist ein Mindestalter von 18 Jahren vorgesehen. Erst wenn man die Ausbildung bzw. die Fachkundeprüfung zum Pyrotechniker absolviert oder eine Urkunde zur Erzeugung pyrotechnischer Gegenstände vorweisen kann, darf man Großfeuerwerke sowie pyrotechnische Darbietungen inszenieren. Die zuständige Behörde stellt dann die entsprechende Bescheinigung aus.



Voraussetzungen und Zukunftschancen

Voraussetzungen

Wer wann und wie mit Feuerwerk umgehen darf, ist in Deutschland bürokratisch bis ins geringste Detail geregelt. Schließlich geht es um den Umgang mit hochexplosiven und damit gefährlichen Stoffen. Die wichtigsten Voraussetzungen, die man mitbringen muß, um mit Sprengstoffen umzugehen, finden sich im Sprengstoffgesetz.
Dieses schreibt unter anderem vor, dass Pyrotechniker die deutsche Staatsangehörigkeit, ein Mindestalter von 18 Jahren und eine "Zuverlässigkeit" für den Umgang mit Sprengstoffen besitzen müssen. Die "Zuverlässigkeit" wird einem durch die sog. Unbedenklichkeitsbescheinigung der Behörden bescheinigt. Sie wird ausgestellt nachdem Auskunft aus dem Bundeszentralregister und dem Gewerbezentralregister eingeholt und keine Vorstrafen dort verzeichnet sind. Besonders dürfen keine Straftaten vorliegen, die im Zustand der Trunkenheit begangen wurden oder in Zusammenhang mit Waffen und Sprengstoff stehen.

Was die körperlichen Anforderungen angeht muß man über ausreichende Seh- und Hörfähigkeit, Farbtüchtigkeit, volle Gebrauchsfähigkeit der Hände (ggf. unter Verwendung von Hilfsgeräten), die ausreichende Beweglichkeit im Gelände und das Fehlen von schweren Sprachfehlern vorweisen.

Zukunftschancen

Im Sommer und an Silvester ist Hochsaison für Pyrotechniker. Dann gibt es jede Menge Aufträge. Denn was wäre schon das Stadtfest ohne den krönenden Abschluß mit einem Feuerwerk? Oder Silvester ohne das bunte Spektakel am Himmel? Aber wie sieht es an den anderen Tagen im Jahr aus?

Wer sich nur auf Feuerwerke am Himmel spezialisiert wird es schwer haben seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen. Leichter haben es da schon Bühnenpyrotechniker, die am Theater und einer Filmproduktion angestellt sind. Aber natürlich besteht auch ihre Arbeit nicht nur aus sprühenden Funken und leuchtenden Spezialeffekten. Je mehr man also an zusätzlichen technischen Fähigkeiten besitzt und weiß diese mit dem Gebiet der Pyrotechnik zu verbinden, desto wahrscheinlicher ist es, dass Feuerwerk nicht nur ein Hobby bleibt.



Weitere Informationen

Viele nützliche Informationen rund um das Thema Feuerwerk finden sich z.B. auf den Seiten von:



Allerlei zu schmökern gibt´s bei der Feuerwerk-Homepage (http://www.feuerwerk-homepage.de). Hier findet sich viel Wissenswertes für Pyrotechniker bzw. angehende Pyrotechniker und allerlei hilfreiche Adressen.


Pyrotechnikerschulen:

Dresdner Sprengschule GmbH
Heidenschanze 6-8
D-01189 Dresden
Tel: (0351) 43059-0
Fax: (0351) 43059-59
Internet: http://www.sprengschule-dresden.de

Hummig Effects KG
Geschäftsbereich Pyrotechnikerschule
Bergwerkstraße 8-11
82380 Peißenberg
Tel: (08803) 6369-0
Fax: (08803) 6369-190
eMail: info@feuerwerk2000.de
Internet: http://www.pyrotechnikerschule.de

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