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Berufsbilder / Redaktionelle Beiträge

Berufsbild: Info-Broker/in (Informationsvermittler/in)

Ein Beitrag von der Redaktion

 

Was tun Info-Broker?

Informationen waren schon immer ein wichtiger Faktor des wirtschaftlichen Lebens. Wer die entscheidenden Informationen besaß, der hatte meist immer einen Vorsprung anderen Konkurrenten gegenüber. Daran hat sich bis heute nichts geändert, mehr noch - das Wissen um bestimmte Vorgänge und Zusammenhänge ist wichtiger denn je, es hat sich zu einem wichtigen Produktionsfaktor entwickelt. Durch die Veränderungen der Technik und des Arbeitslebens hat sich auch an der Beschaffung dieser Informationen vieles geändert. Informationen müssen immer schneller unter immensen Zeitdruck beschafft und präsentiert werden ehe sie veraltet sind.

Und genau dies ist die Aufgabe der Info-Broker.
Sie haben heutzutage Einzug in die Firmen gehalten und verschaffen die gewünschten Informationen. Forscher und Firmen nutzen den Service der Info-Broker, um effektiv das Daten-Chaos zu durchforsten. Denn Zeit ist Geld. Vielen gerade mittelständischen Firmen ist es aber unmöglich, sich selber um die Faktenforschung zu bemühen oder wollen schlichtweg diese Aufgabe nicht übernehmen. Sie beauftragen einen Fachmann von außen, eine/n selbstständigen Info-Broker/in.

Durch Recherche und Aufbereitung Informationen, z.B. über Unternehmensprofile, Patente oder Marktanalysen, stellt der/die Info-Broker/in allerlei Informationen zusammen. Doch nicht alle Informationen sind für den Kunden auch verwertbar. Oft handelt es sich um eine sehr spezielle Anfrage aus einem fest umkreisten Themengebiet. Aus diesem gilt es genau die Fakten herauszufischen, die das Informationsproblem bzw. das Informationsbedürfnis des Kunden lösen. Der/die Info-Broker/in muß also das Sachgebiet gut kennen wie auch das Suchgebiet gut übersehen können um bedarfsgerechte Arbeit leisten zu können.

Je nach Auftragslage werden unterschiedliche Ressourcen und Quellen herangezogen. Informationen finden sich ja überall: In Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Archiven, Bibliotheken, Datenbanken (CD-ROM oder Internet) oder bei Experten von Verbänden, Universitäten und Marktforschungsinstituten etc. Bei dieser Vielzahl von Quellen ist es wichtig, eine gute Recherchestrategie und internes Informationssystem zu besitzen.

Die bei der Recherche angefallenen riesigen Mengen von Informationen müssen dann in Sisyphusarbeit aufbereitet und in für den Kunden oder Vorgesetzten verständlichen Fakten präsentiert werden.

Der ständige Kontakt zum Auftraggeber bzw. Vorgesetztem ist aber auch schon in den verschiedenen Arbeitsstufen sehr wichtig. Häufig handelt es sich um komplexe Anfragen, die zudem ständig variieren. Nur wer Kontakt hält, arbeitet schnell und effizient.


Wie werde ich Info-Broker/in?

Info-BrokerIn kann man auf verschiedensten Weg werden - auch hier gibt es noch keine vorgegebenen Ausbildungswege. Die meisten Quereinsteiger gibt es aus den Bereichen Journalismus, Informatik, Ingenieurs- und Bibliothekswesen. Das notwendige Wissen vermitteln Universitäten, Fachhochschulen und andere öffentliche oder private Bildungseinrichtungen.

So kann man z.B. an den Universitäten Saarbrücken (http://www.uni-saarland.de/fak5/fr56/index.html ) und Düsseldorf (http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/infowiss ) Informationswissenschaft studieren .

Den Abschluß zum/zur Diplomdokumentar/in bietet z.B. die FH Hannover (http://www.ik.fh-hannover.de ).

An der Fachhochschule Stuttgart (http://www.fh-stuttgart.de ) kann man sich zum/zur Diplom-Informationswirt/in ausbilden lassen und an der FH Hamburg (http://www.bui.fh-hamburg.de/ ) zum/zur Diplom-Mediendokumentar/in.
Eine Übersicht der Studiengänge und Universitäten findet sich beim DGI (http://www.dgd.de/ausbildung/fhs.html ).

Wer bereits ein abgeschlossenes Studium hat, kann zur Weiterbildung in Konstanz (http://www.inf.uni-konstanz.de/Studium/Studieninformation/informationswissenschaft.html ) am Aufbaustudiengang Information-Engineering teilnehmen, mit Abschluß zum Diplom-Informationswissenschaftler/in.
Einen Weiterbildungslehrgang zum/zur Info-Broker/in bietet die IHK Rheinhessen http://www.mainz.ihk.de) an.

Wer den Weg über eine Ausbildung gehen möchte bekommt einen guten Einblick als Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (Genaueres dazu z.B. beim Bundesinstitut für Berufsbildung.)
Aber auch die Ausbildung zum/zur Dokumentationsassistenten/in bringt Vorteile mit sich.

Die Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. (http://www.dgd.de/ausbildung/index.html ) bietet zu Ausbildungen im Informationsbereich insgesamt einen guten Überblick und datailierte Informationen an.



Voraussetzungen und Weiterbildungsmöglichkeiten

Voraussetzungen

So vielseitig das Berufsbild ist, so vielseitig sollten auch die Fähigkeiten eines/r Info-Brokers/in sein.

An persönlichen Vorraussetzungen sollte man vor allem: Flexibilität, Schnelligkeit, Fähigkeit zur Abstraktion, Sorgfalt, Fähigkeit zur Konzentration auf das Wesentliche, Kontaktfreudigkeit, schnelle Auffassungsgabe, Selbstbewußtsein, sicheres Auftreten, Fähigkeit zur überzeugenden Präsentation, Sprachgefühl und die permanente Bereitschaft zur Weiterbildung mitbringen.

Um an die gewünschten Informationen schnell heranzukommen sind Kenntnisse der modernsten Informationsmedien und -techniken, Recherchemethoden und sonstigen Quellen unerläßlich. Wichtiger als diese sind jedoch spezielle Fachkenntnisse. Ohne einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluß in einem Fachgebiet hat man schlechte Karten. Dabei ist es ganz gleich, welches Fach man studiert hat. Der sichere Umgang mit Computern darf ebenfalls nicht fehlen, da die Recherche und Aufbereitung des Materials selbstverständlich zum großen Teil am Computer stattfindet. Von besonderer Bedeutung sind hier Kenntnisse im Bereich der Textverarbeitung, Kalkulation, Datenfernübertragung und Datenbanken. Auch Sprachkenntnisse sind von äußerster Wichtigkeit, da die Informationen vielfach nur in englischer Sprache verfasst sind.

Weiterbildungsmöglichkeiten

An Weiterbildungsmöglichkeiten wird es dem/der Info-Broker/in nicht fehlen, denn ohne ständige Fortbildung kann man diesen Beruf nicht ordentlich und bedarfsgerecht ausführen.

An Aufstiegsmöglichkeiten stehen die Position als Leitender Angestellter oder der Weg in Selbstständigkeit mit einer eigenen Praxis offen.


Zukunftschancen und weitere Informationen

Zukunftschancen

Schätzungsweise 1000 - 5000 der Informationsvermittler in Deutschland sind angestellt in größeren Firmen. Ihr Gehalt liegt bei 4.000 bis 8.000 DM/Monat. Selbständig gemacht haben sich zur Zeit ca. 200.

Momentan steigt der Bedarf an Informationen stetig, so dass die Informationsvermittlung sich zu einem eigenständigen Berufs- und Wirtschaftszweig entwickelt hat. Aber wie auch die Lage am neuen Markt momentan zeigt, ist Entwicklung weder gesichert noch abschätzbar. Sicher ist nur, der Beruf des Informationsvermittlers ist seit kurzem "in" - wie alles, was irgendwie mit Internet und Datenautobahn zu tun hat. Zudem wird es durch verbesserte Software jedermann ermöglicht selbst ohne große Schwierigkeiten und besondere Kenntnisse Informationen zu sammeln. Um sich aus dieser Masse hervorzuheben, werden Fachkenntnisse zum wichtigsten Kapital.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Beruf des/der Info-Brokers/in sind natürlich im Internet erhältlich. Die oben genannten Ausbildungseinrichtungen bieten teilweise ausführliche Infos. Ein Besuch lohnt sich außerdem auf folgenden Sites:

Die Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. (http://www.dgd.de) bietet sehr umfangreiches Material online an und gibt auch persönliche Hilfestellung.
Adresse:
DGI-Geschäftsstelle
Ostbahnhofstr. 13
60314 Frankfurt
Tel.: 069-43 03 13
Fax: 069-49 09 096
e-mail: voos@dgd.de

Auch bei aim-mia (http://www.aim-mia.de/article.php?sid=254) findet man gute Berufsinformationen.

Interessant ist auch die Seite von http://www.infobroker.de, welche umfangreiche Informationen für Info-Broker/innen und angehende Info-Broker/innen bietet.

Wer lieber offline recherchiert, sollte einen Blick in folgendes Buch werfen:

Gaus, Wilhelm: Wegweiser zur Ausbildung, Berufe im Archiv-, Bibliotheks- und Informations- und Dokumentationswesen, Springer Verlag, Heidelberg.
Hier finden sich sämtliche Ausbildungsgänge im Bereich Archiv-Bibliothek-Information-Dokumentation in einer gute Übersicht.

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