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Berufsbilder / Redaktionelle Beiträge

Berufsbild: Technische/r Redakteur/in

Ein Beitrag von der Redaktion

 

Was tun Technische Redakteure?

"Verschrauben Sie Platte A vermittels Schraube X mit Stange B...." Wer kennt sie nicht - Gebrauchsanweisungen, die alles nur noch schlimmer machen. Je komplexer der Gegenstand, zu dessen Gebrauch sie Ratschläge geben sollen, desto eher sind die "Beipackzettel" unvollständig oder verwirrend und helfen dem überforderten Verbraucher somit nicht weiter.

Der relativ neue Beruf des/der Technischen Redakteurs/in soll diese Probleme lösen. Aber das ist nicht das ganze Aufgabenfeld der Technischen Redakteure/innen. Sie bereiten komplexe technische Inhalte zu auch für Laien verständlichen Informationen auf. Diese müssen nachfolgend so dargestellt werden, dass die Mitglieder der Zielgruppe sie sich leicht erschließen können.

Dabei werden die Technischen Redakteure/innen wie folgt tätig:

Sie erstellen technische Dokumentationen, z.B. Gebrauchsanweisungen, Montageanleitungen, Handbücher, Online-Hilfen, Lernprogramme. Man beachte das Spektrum dieser Tätigkeit - es reicht von der vierseitigen Gebrauchsanweisung für einen Toaster bis zu mehreren hundert Ordnern Betriebsunterlagen für eine industrielle Anlage. Die Darstellung der Informationen erfolgt über das herkömmliche Medium Papier aber auch über die Neuen Medien, d.h. zunehmend auch über das Internet.

Außerdem erstellen sie Schulungsmaterialien, die den Benutzer im Rahmen einer Schulung an die technische Einrichtung optimal heranführen. Auch diese können in gedruckter Form oder als Software gewünscht sein.

Auch bereiten sie Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung auf, um sie der Zielgruppe zugänglich zu machen - erneut über verschiedene Darstellungsmedien.

Im Rahmen dieser Aufgabengebiete muss der/die Technische Redakteur/in die Dokumentationen planen und konzipieren, den Text planen, produzieren und revidieren, die Grafikerstellung planen und überwachen, Dokumente gestalten und layouten, den Druck planen und überwachen und die fertigen Dokumente distribuieren und archivieren.

Die Technischen Redakteure/innen üben ihre Tätigkeit entweder als Mitarbeiter in Dokumentationsbüros oder als Selbständige aus.

Außerdem unterhalten viele Unternehmen - insbesondere solche des Maschinen- und Anlagenbaus, der Elektrotechnik, der Konsumgüterindustrie und der Soft- und Hardwarebrache - Dokumentationsabteilungen, in denen "hauseigene" Technische Redakteure/innen arbeiten.

Hier ist der/die Technische Redakteur/in neuerdings oftmals auch dafür verantwortlich, innerhalb des Unternehmens für die Bereitstellung der relevanten Informationen zu sorgen, Dokumentationsprojekte zu planen und durchzuführen. Darüber hinaus sind Technische Redakteure/innen für Unternehmen in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.



Studium

Der Beruf des/der Technischen Redakteurs/in ist nur durch ein Studium an einer (Fach-) Hochschule erlernbar. Man kann entweder ein Aufbaustudium an ein technisches Studium anschließen oder gezielt "Technische Redaktion" studieren. Dieser Studiengang wird nicht an allen Universitäten bzw. Fachhochschulen angeboten.

Als Beispiele seien hier nur genannt:




Im Rahmen des Studiums werden die für die erfolgreiche Ausführung des Berufs benötigten Fähigkeiten vermittelt. Unterrichtet wird der Student zum Beispiel in


  • Sprachwissenschaft

  • Schriftliche und mündliche Kommunikation

  • Psychologie

  • Soziologie

  • Medienkommunikation

  • Informations-/ Kommunikationstechnologien

  • Betriebspädagogik

  • Textverständlichkeit

  • Technikgeschichte

  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen

  • Rechtliche Grundlagen.




Voraussetzungen

Da der Beruf des/der Technischen Redakteurs/in nur mittels eines (Fach-) Hochschulstudiums ergriffen werden kann, müssen die jeweiligen formellen Zulassungsvoraussetzungen vorhanden sein.

Darüber hinaus sollten Interessierte jedoch noch weitere persönliche Voraussetzungen und Vorlieben mitbringen.
Technische Sachverhalte sollten rasch erfasst und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden können. Gleichzeitig sollte man fähig sein, sich schnell in ein spezielles Gebiet einzuarbeiten, um mit dem jeweiligen Produkt vertraut zu werden. Außerdem ist es wichtig, sich in die Situation des Nutzers einzudenken und sich dessen Verhaltensweise vorstellen zu können. So kann man sich leichter erschließen, wie die Informationen didaktisch und pädagogisch am besten dargestellt werden können.
Ein guter Umgang mit der deutschen Sprache ist unabdingbar.
Ferner sind die Globalisierung der Wirtschaft und ihre Folgen wegweisend für die benötigten Fähigkeiten: Da oft Dokumentationen auch für verschiedene Sprach- und Kulturräume benötigt werden, ist es wichtig, Fremdsprachenkenntnisse zu haben und kulturell zumindest interessiert zu sein.
Außerdem haben die Neuen Medien zunehmende Bedeutung, so dass Kenntnisse in diesem Bereich benötigt werden.



Zukunftschancen und weitere Informationen

Zukunftschancen

Der Bedarf an Technischen Redakteuren/innen ist sehr groß und steigt weiter. Der zu erwartende weitere Vormarsch technischer Geräte in den Haushalten, insbesondere der Einzug verschiedener Arten von Mobiltelefonen, fordert die Erstellung vieler verständlicher Betriebsanleitungen. Immer mehr Unternehmen stellen Technische Redakteure/innen an. Momentan ist der Bedarf an Technischen Redakteuren/innen weit größer als die Zahl derer, die schon an einer der Hochschulen zu diesem Beruf ausgebildet werden.

Das bedeutet: hervorragende Aussichten, auch in den nächsten Jahren.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Beruf des/der Technischen Redakteurs/in sind natürlich im Internet erhältlich.

Einige der oben genannten (Fach-)Hochschulen haben ein Berufsbild ins Netz gestellt.

Ein Besuch lohnt sich aber außerdem auf folgenden Sites:

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