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Berufsbilder / Redaktionelle Beiträge

Berufsbild: Fotomedienlaborant/in

Ein Beitrag von der Redaktion

 

Was tun Fotomedienlaboranten/innen?

Die Weiterentwicklung der Technik hat auch vor den Fotolaboren nicht halt gemacht. Heute beherrscht immer mehr die Digitaltechnik die Fotolabors, während hierdurch die analoge Fotografie zurückgedrängt wird. Die rasante Entwicklung führte dazu, dass die bisherige zweijährige Berufsausbildung zum/zur Fotolaborant/i(welche auch weiterhin angeboten wird) nicht mehr ausgereicht hat, um die notwendigen beruflichen Qualifikationen zu vermitteln.

So entstand zum 1.8.1998 die neue Ausbildung zum/zur Fotomedienlaborantin. Insbesondere werden moderne digitale Verfahren und Techniken, z. B. zur Herstellung von Bildern, Großdrucken vermittelt, selbstverständlich aber auch weiterhin die klassischen naßchemischen fotografischen Verfahren. Außerdem wird die Beratung, Planung und Vorbereitung von Arbeitsabläufen sowie das Qualitätsmanagement eines modernen Dienstleistungsbetriebes und Fragen zum betrieblichen Umweltschutz verstärkt behandelt.

Fotomedienlaboranten arbeiten überwiegend in Fachlabors und setzen alle technischen Möglichkeiten der Film- und Papierentwicklung sowie der Bildbearbeitung in individueller Weise ein.

Das Aufgabengebiet des/der Fotomedienlaborant/in umfaßt die Herstellung von Bildern, Kopien, Retuschen (Korrekturen von Filmen und Bildern), Diapositiven und Reproduktionen (Wiedergabefertiger Bild-/Schriftvorlagen mittels fotografischer Verfahren) mittels analoger und digitaler Techniken, sowie die Gestaltung und Aufbereitung von Bild- und Textinformationen, wenn z.B. Spezialeffekte erreicht werden sollen. All diese Arbeitsabläufe muß der/die Fotomedienlaborant/in natürlich auch steuern, überwachen und dokumentieren.

Über die konkreten Aufgaben lässt sich aber wenig sagen, da je nach Arbeitsplatz andere Anforderungen gestellt sind. In Großlabors tritt die Überwachung der Maschinen in den Vordergrund, während bei kleineren Betrieben mehr Einzelentwicklung in der Dunkelkammer die Arbeit prägt. Fotomedienlaboranten bei Fernsehanstalten und Produktionsunternehmen befassen sich häufig auch verstärkt mit dem gestalterischen Umgang des Fotoausgangsmaterials im Labor und in den graphischen Abteilungen, in denen mehr und mehr auch mit Graphikcomputern gearbeitet wird.
Die fertigen Produkte reichen dann, je nach Betrieb und Auftragslage, vom Postivabzug in Massenanfertigung über individuelle Einzelanfertigungen der professionellen Fotografie bis hin zu Großfolien oder Großdias für Leuchtkästen.

Die Beratung des Kunden ist ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet. Hier sind die Möglichkeiten der Bearbeitung oder Herstellung und die spätere Produktgestaltung besonders im Interesse des Kunden. Doch auch Informationen bezüglich der Arbeitsweise können in seinem Interesse stehen. Der Vielfalt unterschiedlicher Kundenwünsche sind keine Grenzen gesetzt.



Wie werde ich Fotomedienlaborant/in?

Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre (für bereits ausgebildete Fotolaboranten/innen verkürzt sich die Ausbildungsdauer auf 2 Jahre) und erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule (duales System).
Sie schließt mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab.

Unter anderem werden in der Ausbildung folgende Fachkenntnisse wie rechnergestützte Verfahren, Bearbeitung von lichtempfindlichen Materialien sowie Veredelung von Bildern etc. vermittelt. Aber auch Rechteverwertung, Datenschutz und Kommunikationstechnik sind Teil der Ausbildung. Das Anfangsgehalt nach abgeschlossener Ausbildung beträgt dann ca. 2300 DM.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, die Betriebe verlangen in der Regel jedoch einen Haupt- oder Realschulabschluß. Gute Chancen hat außerdem, wer gute schulische Leistungen in Physik und Chemie, ein gutes Farb- und visuelles Sehvermögen und Computerinteresse vorweisen kann.
An persönlichen Fähigkeiten sollte man handwerkliches Geschick, Interesse für technische Vorgänge und planerische/organisatorische Zusammenhänge, Freude am Kundendienst, ein Gefühl für den künstlerischen Umgang mit Fotomaterial, Geduld und Ausdauer mitbringen.


Zukunftschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten

Der Beruf bietet sehr vielseitige Arbeitsmöglichkeiten.

Fotomedienlaboranten/innen arbeiten in handwerklichen Betrieben, Industriebetrieben und Forschungseinrichtungen. Aber auch in Fernsehanstalten und Produktionsunternehmen, Werbeagenturen, PR-Abteilungen von Groß-Unternehmen, Presseagenturen, Redaktionen von (Fach-)Zeitschriften und Buchverlagen, kriminaltechnischen Labors sind Fotomedienlaboranten/Fotomedienlaborantinnen anzutreffen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Aufstiegsmöglichkeiten finden sich in der Selbstständigkeit, als Laborleiter/in, Gruppenleiter/in, Schichtführer/in, Industriemeister/in, Abteilungsleiter/in oder auch als Fototechniker/in. Wer selbst Interesse hat den Nachwuchs im Betrieb auszubilden, sollte einen hierfür speziell vorgesehen Kurs zur Fortbildung machen. Dort erlernt man Grundsätzliches zur Planung und Gestaltung einer Ausbildung, wie man Lernprozesse der Auszubildenden fördern kann und worauf man bei der Einstellung neuer Mitarbeiter achten muss.

Nach abgelegter Ausbildereignungsprüfung darf man dann selbst ausbilden.


Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Beruf sind natürlich im Internet erhältlich. Ein Besuch lohnt sich insbesondere auf folgenden Sites:



Buchtip:
Fotomedienlaborant/in
Wissen Sie, daß Sie mit einer Ausbildung als Fotomedienlaborant/in 115 Berufe wählen?
1999.
ISBN: 3-8214-8249-4

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